Clown, Frau Clown, Clown_in

Plakatserie zu Clown, Frau Clown, Clown_in
Plakatserie zu Clown, Frau Clown, Clown_in
Plakatserie zu Clown, Frau Clown, Clown_in

Die Diplomarbeit “Clown, Frau Clown, Clown_in” wurde 2019 von der Akademie der Künste Wien mit dem Wissenschaftspreis ausgezeichnet. Sie ist eine Auseinandersetzung mit der Figur des Clowns, der Entstehung der Frau Clown und der Transgression dieser Figur bis hin zu das Clown_in. Die Arbeit befindet sich im Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Forschung und künstlerischer Praxis und wird mit der Methode des autobiografischen Essays verhandelt. Damit soll das allgemeine Verständnis von Clownerie in andere Bahnen geleitet werden. Es ist das gedankliche Experiment ein_e queere_n Clown_in mit ihren Verbündeten zu denken und damit aufzubrechen in eine Zeit der Transgression, der Überschreitung, der Verwischung von Grenzen und Kategorien. Den theoretischen Rahmen hierzu bilden Ansätze aus Feministischer Theorie, Theaterwissenschaft und Queer Theory.

 

Um die Kunstfigur Clown in den Fokus wissenschaftlicher Forschung zu rücken und dadurch sichtbarer zu machen, wird zunächst die Entwicklung und Funktion der Clownsfigur in der Geschichtsschreibung und dem traditionellen Zirkus erarbeitet. Die Herauslösung dieser Figur aus dem traditionellen Zirkus wird im Zusammenhang mit der zweiten Welle des Feminismus gestellt. Frau Clown erscheint im weiblichen Körper. Schließlich wird das Potential dieser Figur mit der Queer Theory in einen transgressiven Zusammenhang gestellt, welche die Gegenwart und Zukunftsperspektiven der Clownerie als eigenständige Darstellungsform untersucht.

 

Diese Arbeit zeigt auf, dass der Clownerie ein subversives Potential für gesellschaftliche Veränderung innewohnt und eröffnet damit als künstlerische Praxis neue Perspektiven auf gesellschaftliche Handlungsspielräume. Mit dem historischen Bezug des Clown_ins zur Marginalisierung werden verschiedene Bereiche von Andersartigkeit eingehend beleuchtet und Geschlechterdifferenz dekonstruiert. Die finale Schreibweise von Clown_in, die in dem Format eines Unterstrichs den Raum zwischen männlicher und weiblicher Form freilässt, verdeutlicht den Aufbruch in die Geschlechtervielfalt und Mehrdeutigkeit.

 

Diplomarbeit zur Ansicht und Download